Kastration ist auch bei Wohnungskatzen absolut notwendig!!!

Heute möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Mein Name ist Kiki. Vor 8 Jahren kam ich im Alter von wenigen Wochen mit meiner Schwester Murphy in eine Menschenfamilie. Eigentlich gehörte ich in dem Alter noch zu meiner Mama, aber da wir so klein noch besonders süß waren, wurden wir sehr früh von ihr getrennt :(.

Die Menschen waren aber nett zu uns, wir wurden gestreichelt und auch gefüttert.
Irgendwann wurden wir größer und wir merkten, wie sich die Hormone bei uns meldeten :(.
Das war immer schlimm, ich fühlte mich innerlich und äußerlich zerrissen, wollte raus aus der Wohnung, mich von einem Kater decken lassen, damit diese Qual endlich aufhört :´(. Aber das ging nicht, Fenster und Türen waren geschlossen. So musste ich dies immer über mich ergehen lassen, bis die Rolligkeit vorüber war. Immer und immer wieder :´(. Mit den Jahren wurden die körperlichen Schmerzen dabei immer stärker und sie gingen auch nach der Rolligkeit nicht mehr weg :´(.

Mit meiner Schwester geriet ich deswegen immer öfters aneinander, wir waren beide furchtbar gereizt. Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich anfing meine Dosenöffnerin anzugehen. Ich zwickte ihr immer in die Waden. „Hilf mir, bettelt ich sie an, ich habe so starke Schmerzen, mach, dass das aufhört“ :´(. Die wurde jedoch dann immer sehr wütend, trat nach mir und schimpfte mich laut.

Irgendwann hörte ich, wie sie am Telefon über mich und meine Schwester redete. Sie telefonierte mit einem Tierschutzverein und verlangte, dass wir abgeholt werden sollten. Die erklärten ihr, dass dies aktuell nicht ginge, da alle Plätze belegt sind. Auch erklärten ihr, dass die Schmerzen vermutlich davon kommen, dass wir nach 8 Jahren immer noch unkastriert sind oder vielleicht auch krank sein können und baten sie, mit uns zum Tierarzt zu gehen.
Unser Mensch wollte dafür jedoch kein Geld ausgeben.

Geld hat unser Mensch schon immer sehr ungern für uns ausgegeben, auch beim Futter gab es nur das billigste, wodurch sich bei mir ein ordentliches Körpergewicht angesammelt hatte. Aufgrund dessen fiel es mir auch sehr schwer, mich noch zu bewegen.

Ein paar Tage später hörte ich sie wieder telefonieren, sie telefonierte mit einem anderen Tierschutzverein und bat, dass sie die Kosten fürs einschläfern übernehmen. Wir würden spinnen, erzählte sie den Menschen am Telefon. Sie habe schon versucht uns rauszuwerfen, aber wir würden einfach nicht die Wohnung verlassen und seien auch zu schwer. Auch über Gift habe sie schon nachgedacht erzählte sie den Menschen. Ich bekam große Angst…

Einen Tag später klingelte es an der Türe, zwei nette junge Frauen kamen uns besuchen. So schnell konnte ich gar nicht kucken, packten sie mich und meine Schwester in eine Box! Ich hatte sehr große Angst! Aber die beiden Frauen sprachen mit ruhiger Stimme zu mir und meiner Schwester. Wir müssen keine Angst haben, versprachen sie uns, sie würden uns zum Tierarzt bringen, damit wir keine Schmerzen mehr haben und nie mehr rollig sein müssen. Das geht?! Ich konnte es nicht glauben. Warum hat mein Mensch mich über Jahre leiden lassen????

Anmerkung der Tierhilfe:
Kiki und Murphy wurden am Freitag bei der Tierärztin kastriert. Die Gebärmutter und Eierstöcke waren voller Zysten, entzündet und eitrig. Die beiden müssen seit Monaten oder vielleicht auch Jahren furchbare Schmerzen gehabt haben. Und das zusätzlich zu der immer wiederkehrenden Qual der ungedeckten Rolligkeit.
Lasst bitte eure Katzen kastrieren, auch Wohnungskatzen!!! Tut ihnen das bitte nicht an!!!!
Kiki und Murphy sind nun bei uns auf Pflegestelle gezogen. Sie wiegen aktuell über 7 kg (Normalgewicht wäre ca. 4-5 kg in ihrem Fall).

kiki

muki

Veröffentlicht unter Allgemein

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