Steuern sparen mit Hund & Katze

Das deutsche Steuerrecht hat doch ein Herz für Tiere. Das zeigt die aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs. Der Bund Deutscher Tierfreunde begrüßte die Entscheidung, da sie eine Entlastung für alle Tierhalter darstellt. Wer sein Haustier im Urlaub zuhause von einer bezahlten Servicekraft betreuen lässt, kann die Kosten beim Fiskus geltend machen. Wie der Bundesfinanzhof entschieden hat (Aktenzeichen beim BFH VI R 13/15), gelten auch solche Tätigkeiten als „haushaltsnahe Dienstleistung“. Die obersten Finanzrichter nennen als Beispiele Füttern, Fellpflege, Ausführen, sonstige Beschäftigung des Tieres oder anfallende Reinigungsarbeiten.
Zunächst hatte das Finanzgerichts Düsseldorf der bisherigen Auffassung der Finanzverwaltung (Az.: 15 K 1779/14 E widersprochen. Die Finanzverwaltungen lehnten bisher eine steuerliche Berücksichtigung von Tierbetreuungs- und Tierpflegekosten sowie Tierarztkosten als haushaltsnahe Dienstleistungen ab (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 10. Januar 2014).
Im vorliegenden Fall hatten die Steuerpflichtigen einen Dienstleister – Katzensitter – für die Betreuung ihrer Hauskatze in ihrer Wohnung in Anspruch genommen. Im Gegensatz zum zuständigen Finanzamt sah das Finanzgericht Düsseldorf darin das Vorliegen einer berücksichtigungsfähigen haushaltsnahen Dienstleistung. Neben den reinen Arbeitskosten berücksichtigte das Finanzgericht auch die angefallenen Fahrtkosten des Dienstleisters zur Wohnung des Steuerpflichtigen. Das letzte und entscheidende Wort hatte der Bundesfinanzhof. Wie kaum anders zu erwarten war, hatte die Finanzbehörde gegen das Urteil des Finanzgerichtes Revision beim obersten Gericht eingelegt. Nun zeigte der VI. Senat des Bundesfinanzhofs (Veröffentlichung 25. November) ein Herz für Tiere und ihre Halter.
Im Streitfall hatte ein Ehepaar während einer Ferienreise rund 300 Euro an eine Betreuungsfirma gezahlt. Das Finanzamt wollte dies nicht anerkennen, weil dem ein Erlass des Bundesfinanzministeriums entgegenstehe. Dagegen wurde geklagt. Der Bund Deutscher Tierfreunde hatte bereits während der Dauer des Prozesses empfohlen, vorsorglich möglicherweise entstandene Kosten geltend zu machen, auch wenn die Finanzbehörden sie zunächst ablehnen würde.

 
Bund Deutscher Tierfreunde e.V.
Am Drehmanns Hof 2
47475 Kamp-Lintfort
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Veröffentlicht unter BDT-Meldungen

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