Einzelhaltung von Katzen?

Wer sich ein Haustier anschafft, übernimmt für viele Jahre große Verantwortung. Viele Katzenhalter sind sich dessen bewusst. Vor dem Einzug der Katze ist die Aufregung groß: man kann es kaum abwarten, den neuen Mitbewohner endlich in die Arme schließen zu können. Es werden Futternäpfe gekauft, Bettchen, Kratzgelegenheiten und jede Menge niedlicher Spielzeuge. Im besten Fall erkundigt sich der Neu-Dosenöffner über die Haltung von Katzen, ihre Ernähung und ihr Verhalten. Man möchte ja nichts falsch machen und dem Stubentiger ein tolles Leben ermöglichen.

In sehr vielen Fällen jedoch bleibt die Information über die sozialen Bedürfnisse der Katze aus. Dabei sind diese mehr als wichtig: Katzen sind und waren nie Einzelgänger. Sie sind soziale Tiere, die sich auch in freier Natur zu Gruppen zusammenfinden und teilweise ihr ganzes Leben lang zusammen verbringen. Seit Omas Zeiten jedoch scheint sich das Gerücht zu halten, dass Katzen keine Artgenossen bräuchten, dass sie sogar äußerst aggressiv auf „Nebenbuhler“ reagieren würden. Auch viele Tierärzte, Züchter und Buchautoren vertreten diese Meinung. Und verurteilen damit viele Katzen zu lebenslanger Isolationshaft.

Besonders Wohnungskatzen, die entgegen ihrem natürlichen Verhalten allein gehalten werden, werden im Lauf ihres Lebens häufig verhaltensauffällig. Das reicht vom in-die-Hände-und-Füße-beißen, extremer Anhänglichkeit an den Menschen, über Depression und Übergewicht, bis hin zur Unsauberkeit und Aggression. Leider übersehen viele Halter diese Anzeichen von Frustration und Einsamkeit. Die Katze kann sich nicht mit Worten ausdrücken, tut dies jedoch mit ihrem Verhalten. Wenn Verhaltensauffälligkeiten übersehen oder falsch interpretiert werden, wenn aus eigener Bequemlichkeit oder Sparmentalität auf den dringend benötigten Artgenossen verzichtet wird, können sich extreme Probleme im Zusammenleben mit der Katze entwickeln.

Bei Kitten ist dies besonders ausgeprägt: müssen sie ohne kätzischen Kumpel aufwachsen, lassen sich grobe Verhaltensstörungen meist nicht mehr rückgängig machen – das arme Tier ist für sein Leben gezeichnet und lässt den eigenen Haussegen ordentlich schief hängen.

Dabei muss Glücklichsein für Katze und Halter gar nicht so schwer sein: ein charkterlich passender, am besten gleichgeschlechtlicher und gleich altriger Katzenkumpel kann das Leben der Katze bereichern. Gemeinsames Spielen, Dösen, Putzen und Raufen gehört zum Katzenleben dazu und fördert die seelische – und letztlich auch körperliche – Gesundheit der Katze. Auch der Halter muss nicht mehr fürs Raufen herhalten, kann den beiden Stubentigern beim Genießen zuschauen und kann täglich doppeltes Glück erleben.

Merke: Niemand möchte sein Leben allein verbringen, mit Zimmergenossen, die die eigene Sprache nicht sprechen und vollkommen andere Bedürfnisse haben. Die eine andere Zeiteinteilung haben und oft außer Haus sind. Niemand – auch nicht die Katze!

Autor: Miriam Knischewski

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